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Was macht Gandalf denn im Erzgebirge?

Gandalf im Film, vor neuseeländischer Kulisse – die Ähnlichkeit zum Erzgebirgs-Double ist frappierend.

Von Jan Berger

Crottendorf – Die Welt ist im Wandel. Und in dem Land, über das bisher Bergmann und Engel wachten, steht seit wenigen Sonnenuntergängen ein überlebensgroßer Gandalf.

Der weise Zauberer aus „Herr der Ringe“ wurde in einem Stück aus dem Stamm einer abgestorbenen Esche geschnitzt.

Immer wieder gehen die Autofahrer vom Gas, wenn sie durch das erzgebirgische Walthersdorf fahren. Einige steigen aus und machen ein Selfie.

„Wir wollten nicht noch einen von den üblichen Bären oder Eulen, die es ja überall hier gibt“, sagt Grundstücksbesitzer Enrico Kaufmann. „Und da die Wurzeln unserer Esche wie die fallenden Falten eines Gewandes aussahen, entschied sich der Familienrat für diesen alten Sympathieträger.“

Fünf Tage lang arbeitete Holzbildhauermeister Frank Salzer (47) aus Zwönitz mit Kettensäge und Schnitzmesser an der 2,40 Meter hohen Figur. Alles aus einem Stück, bis auf den Zauberstab. Salzer: „Und dem Hut, der gleichzeitig Spannring ist, damit sich das Holz da oben nicht spaltet.“

Das soll die Lebensdauer des Magiers erhöhen, denn auch in Walthersdorf ist Gandalf nicht unsterblich. Dabei scheint er hier – wie bereits im Film – uns zu sagen: „Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist.“

Künstler Frank Salzer (47) und Sohn Emil (11) können stolz sein auf das überlebensgroße Schnitzwerk. Einen Gandalf gibt es schließlich nicht an jeder Ecke.
Autofahrer halten sogar an, um ein Selfie mit dem Zauberer zu machen.

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Fotos: dpa/Mark Pokorny Warner Bros. (1), Uwe Meinhold (2)

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